Sonntag, 5. Juni 2016

[Rezension] Die Insel der besonderen Kinder

Infos

Titel: Die Insel der besonderen Kinder
Autor:  Ransom Riggs
Verlag: Droemer Knaur
Erschienen: 01.08.13 
Seitenanzahl: 416

Kurz zum Inhalt

Manche Großeltern lesen ihren Enkeln Märchen vor. Was Jacob von seinem Großvater hört, war etwas ganz anderes.Abraham erzählte ihm von einer Insel, auf der abenteuerlustige Kinder mit besonderen Fähigkeiten leben und von Monstern, die auf der Suche nach ihnen sind.... Erst Jahre später, als sein Großvater unter mysteriösen Umständen stirbt, erinnert Jacob sich wieder an die Schauergeschichten und entdeckt Hinweise darauf, dass es die Insel wirklich gibt. Er macht sich auf die Suche nach ihr und findet sich in einer Welt wieder, in der die Zeit stillsteht und er die ungewöhnlichsten Freundschaften schließt, die man sich vorstellen kann. Doch auch die Ungeheuer sind höchst real- und sie sind ihm gefolgt...


Meine Meinung

Wie ihr vielleicht mitbekommen habt, lese ich zur Zeit hauptsächlich ältere Bücher, die aber sehr gehypt werden/wurden. Auch "Die Insel der besonderen Kinder" hab ich jetzt schon bei einigen Bloggern gesehen und ich wollte unbedingt auch wissen, um was es sich bei diesem Buch handelt: Ein grandiosen Buch, was man einfach gelesen haben muss oder ein viel zu sehr angepriesenes Buch, was eigentlich den Hype nicht verdient hat. Aber lest selbst:

Grade der Anfang von "Die Insel der besonderen Kinder" ist einfach episch geschrieben. Man merkt sehr stark, dass der Autor soooo viel Mühe in einen grandiosen Schreibstil gesteckt hat, dass es beim weiteren Lesen direkt auffällt, dass er diese Eigenschaft nicht beibehalten kann. Das fand ich sehr schade, denn nach dem Epilog verläuft sich dieser in einen mittelmäßigen Schreibstil. 

Was wahrscheinlich jeder bei dem Cover erwarten würde, wäre ein Gruseleffekt, aber den gibt es nicht. Es gibt zwar böse Monster und die teilweise makaberen Fotos, aber wirklich Angst hat mir das Buch zu keiner Zeit gemacht. Das ist doch schon wirklich schade, wenn man eine Horrorstory erwartet und dafür Geschichtsunterricht erhält. Ja, ihr habt richtig gelesen. Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist der 03. September 1940 und das hat mich auf Dauer wirklich gestört. 

Der Protagonist Jacob ist ein unauffälliger Charakter, der mich leider nicht wirklich auf seine Seite ziehen konnte. Auch die Liebesgeschichte, die sich zwischen ihm und Emma, eines der besonderen Kinder entwickelt, hat für mich eigentlich keinen Sinn ergeben, weil sie sich einfach vom absoluten Biest einen Tag später in ein super süßen Mädchen verwandelt. Noch einen Tag später ist sie unsterblich in Jacob verliebt. WTF. 

Leider war für mich auch die Spannung Mangelware. Die Geschichte dümpelt von Zeit zu Zeit so vor sich hin und ich fragte mich tatsächlich manchmal wann ich endlich mit diesem Buch fertig sei, damit ich mich einem besseren Buch widmen konnte. 

Was mir an sich gefallen hat, ist die Idee des Buches. Ich fand es auch gut, dass es eine krasse Wendung gab, die der Geschichte wieder ein wenig Spannung geben konnte und somit mein Interesse nicht komplett erlosch.

Fazit

Mir fehlte in diesem Buch einfach die Spannung. Außerdem hätte der Schreibstil besser sein können und die Charaktere mehr Rückgrat haben können. Vermutlich konnte ich mit diesem Buch nichts anfangen, weil ich einfach was komplett anderes erwartet habe und ich somit enttäuscht wurde. Ist zwar schade, aber es gibt bestimmt einige, die mir überhaupt nicht zustimmen würden. Ich werde definitiv kein Buch dieser Reihe mehr lesen. 

Von mir gibt es 2 von 5 Sternen, weil mir die Grundidee gefallen hat, aber die Umsetzung nicht!  

Kommentare:

  1. Schade, dass dir das Buch nicht gefallen hat. Mir hat die Kombination der mysteriösen Bilder und interessanten Geschichte sehr gut gefallen. Das Buch kommt dieses Jahr auch ins Kino - vielleicht gefällt dir der Film dann ja besser ;-)

    Viele Grüße,
    Christian

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    1. Hey Christian,
      freut mich wirklich, dass dir das Buch wenigstens gefallen hat.
      Mal sehen, vielleicht gehe ich tatsächlich in den Film ;)

      Liebe Grüße
      Hanna

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