Montag, 3. April 2017

[Rezension] Caraval

Infos

Titel: Caraval
Autor: Stephanie Garber
Verlag: Piper Verlag
Erschienen: 20.03.2017
Seitenanzahl: 400

Kurz zum Inhalt

Scarlett Dragna fürchtet sich vor ihrem Vater, dem grausamen Governor der Insel Trisda. Sie träumt davon, ihrem Dasein zu entfliehen und Caraval zu besuchen, wo ein verzaubertes Spiel stattfindet. Doch ihr Wunsch erscheint unerreichbar – bis Scarlett von ihrer Schwester Donatella und dem geheimnisvollen Julian entführt wird, die ihr den Eintritt zu Caraval ermöglichen. Aber ist Caraval wirklich das, was Scarlett sich erhofft hat? Sobald das Spiel beginnt, kommen Scarlett Zweifel. Räume verändern auf magische Weise ihre Größe, Brücken führen plötzlich an andere Orte und verborgene Falltüren zeigen Scarlett den Weg in finstere Tunnel, in denen Realität und Zauber nicht mehr voneinander zu unterscheiden sind. Und als ihre Schwester verschwindet, muss Scarlett feststellen, dass sich ein furchtbares Geheimnis hinter Caraval verbirgt ...

 

Meine Meinung

"Caraval" hat einfach ein fantastisches Cover, welches mich schon ziemlich lange vor dem Erscheinen des Buches in seinen Bann gezogen hat. Für mich war klar, dass ich dieses Buch lesen muss, vor allem, da auch laut Klappentext die Magie nicht zu kurz kommt.

Der Einstieg in die Geschichte gelang mir mäßig leicht. Die Namen der beiden Schwestern Tella und Scarlett sind zwar sehr unterschiedlich, aber ich persönlich fand es besonders am Anfang unheimlich schwer zu unterscheiden von wem nun die Rede ist.

Die Hauptprotagonisten sind Scarlett und Julian, alle anderen Charaktere werden meist nur am Rand erwähnt. Ich persönlich konnte mich gut mit Scarlett identifizieren, wobei sie an einigen Stellen doch leicht naiv wirkte und auch nicht so die typische "strahlende Heldin" ist. Julian ist ein toller Schurke und ich mochte ihn fast noch lieber als Scarlett. Die Liebesgeschichte der beiden fand ich ganz gut, wobei ich sagen muss, dass ich sie in diesem Buch gar nicht gebraucht hätte.

Was mir wirklich gut an "Caraval" gefallen hat, war nicht nur die bunte und wirklich ausgeschmückte Beschreibung der Insel, sondern auch die magisch angehauchte Atmosphäre. Den Schreibstil der Autorin fand ich daher toll und auch gut lesbar. 

Allerdings hatte das Buch für mich eine ziemlich lange Durststrecke, wo ich wirklich gehofft habe, dass endlich mehr Spannung zum Vorschein kommt. Gegen Ende war es dann soweit und es passierte in kürzester Zeit wirklich spannende Dinge. An vielen Stellen wusste ich einfach nicht mehr was Realität ist und was Illusion, was es spannend gemacht hat, dies herauszufinden. Leider ist das Buch aber an einigen Stellen so verwirrend, da plötzlich jeder zum Bösen werden kann, jeder Charakter auf einmal doch nicht der ist, für den man ihn gehalten hat und es einige überraschende Wendungen gibt. Diese vielen verschiedenen Handlungen und auch der ein oder andere Logikfehler haben bei mir grade zum Ende hin leichte Verwirrung ausgelöst.


Fazit

"Caraval" hat mir den ein oder anderen Nerven gekostet. Der Schreibstil ist top, genauso wie die Atmosphäre und die Charaktere. Die Spannung ließ an einigen Stellen nach und somit fand ich den Mittelteil ein wenig fade. Das Ende war super und hat meine Bewertung ziemlich aufgewertet. Ich freue mich auf den zweiten Band und spreche eine Kaufempfehlung für magieaffine Leser aus ;) 

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen!
Vielen Dank an IVI für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars! 

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